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Wanderfahrt Rostock - Vom Warnowland an den Rostocker Strand

04.08.2022  ·  RA Breitensport Erwachsene
15 Mitglieder des HRC waren vom 21. bis zum 24. Juli zu Gast beim Olympischen Ruderclub in Ralfs alter Heimat Rostock. Die tolle Organisation, perfektes Ruderwetter, die wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft, die vielen Eindrücke, vor allem aber die entspannte und fröhliche Stimmung ließen die Fahrt für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Es ist wie beim Schach: Eine gute Eröffnung gehört zum Spitzenspiel!
So begann unsere Wanderfahrt mit Kaffee und Kuchen im Pfarrgarten von Lichtenhagen-Dorf, wo uns die beste Bäckerin des Nordens umsorgte, nämlich die Mutter von Ralf – wie alle freundlichen Helferinnen "im roten Kleid mit weißen Punkten". Abends führte uns ein Stadt- und Strandbummel durch das malerische Warnemünde, wo wir zum Abschluss des ersten Tages im "Herberts" feine Fischgerichte der Ostsee vor der Silhouette der Seemannshäuser am "Alten Strom" genießen durften.

Am Freitagmorgen tauchten wir tiefer ein in das ganz eigene Naturrevier der Warnow, deren Name aus dem Slawischen stammt und Krähen- oder Rabenfluss bedeutet. Eintauchen – das geschah in Kessin erst einmal morgens um 7:00 Uhr mit einem Bad vor der langen Steganlage unseres Gastgebers, des "Olympischen Ruderclub Rostock", der uns in drei seiner Gästehäuser freundlich aufnahm. Frühstück in der gemütlich-engen Küche, Aufriggern der Boote auf dem großzügigen Gelände, und los ging's zur ersten Fahrt, die uns auf der 155 km langen Warnow nach immerhin 18 km in die romantische Kleinstadt Schwaan führen sollte, wo wir im atmosphärischen Altstadtkern in der "Speicherköck" unser zweites Frühstück zu uns nahmen, ein deftiges "Bauernfrühstück".

Während wir in dem authentisch und stilvoll eingerichteten Lokal darauf warteten, dass in den vier Pfannen der Küche – so die mit mütterlich-strenger Stimme warnende Bedienung – unsere 15 Portionen zubereitet wurden, ließen wir die Eindrücke des Vormittags noch einmal an uns vorbeigleiten: Die Fahrt durch die wunderbar naturbelassenen Flussauen der Warnow, wo zahlreiche Fischreiher und ein Fuchs als besondere Highlights gesichtet wurden. Und das ungläubige Staunen von Hannes Ocik, dem Schlagmann des Deutschland-Achters vor unserem Ablegen… "Ihr wollt nach Schwaan? Das ist weit, dahin bin ich noch nie gerudert!"

Nach einem kurzen Besuch in der Apotheke des Ortes – sie verfügt über ein ausgezeichnetes Sortiment an Pflastersorten aller Art für fleißige Rudererhände – ging es auf den Rückweg. "Hamburg", auf Riemen geriggert, führte unsere Dreier-Gruppe meist an, dicht gefolgt von Schnicke, während Blackbox mit dem Charme des Wanderbootes den Abschluss übernahm. Nach 36 Kilometern abwechslungsreicher Fahrt lud der Steg zum Baden und Chillen ein. "Habe ich euch schon erzählt, wie schön Riemenfahren ist?!" Ja, hast du, danke Fabian!

Nach der morgendlichen Mutprobe eines Bades in der gar nicht so kalten Warnow ging es am Samstag nach ausgiebigem Frühstück auf die zweite Tour, sozusagen mitten in die von Windstößen aufgepeitschte Ostsee, genauer gesagt 12 km die Warnow stromab, also auf die Unterwarnow und den langgestreckten Rostocker Hafen entlang zum IGA-Sandstrand. Der kurze Aufenthalt nach den ersten etwa zwei Kilometern an der gepflegten Umtragestelle am Mühlendamm war unkompliziert; Rollen, Gummimatten, gegenseitige Unterstützung und Hilfe von Paddlern machten diese kleine Unterbrechung auf der Hin- und Rückfahrt angenehm.

Ja, und dann kam die Ostsee auf uns zu! Jedenfalls war der Wellengang vor der Kulisse der Türme und Masten der Hansestadt, vorbei an Hochseeschiffen, bei gefühlten Windstärken um 12, naja, vielleicht eher 4 bis 6, beachtlich. Rudertechnisch war diese absolut beeindruckende Strecke jedenfalls ein weiterer Höhepunkt der Fahrt.

Entspannung bot die Anlandung am IGA-Strand: Beach-Gastronomie mit Liegestühlen vor Ostsee-Kulisse und einer Wasserski-Anlage ließen keine Wünsche offen. Abends ging es dann nach einem Rundgang durch die alte Hansestadt Rostock unter der kundigen Führung von Ralf "Zur Kogge" am Hafen. In dieser stimmungsvollen Restauration erwartete uns Segelschiffromantik pur. Wir bestellten die besten Schollen, Dorsche und Labskaus-Gerichte, die Rostock zu bieten hat. "Bei mir schwankt 's immer noch, und das liegt nicht am Alkohol!"

Ein letzter Spaziergang durch die abendliche schön illuminierte Altstadt von Rostock endete bei der Rathausschlange. In vornehmem Bronze-Ton schlängelt sie sich durch die sieben Säulen des Rathausvorbaus und verspricht jedem, der sie sanft streichelt, Glück und Unsterblichkeit, denn Schlangen verjüngen sich bekanntlich durch ihre alljährlichen Häutungen allem Anschein nach bis in die Ewigkeit. Wir haben es ausprobiert und warten nun ab.

Die Wehmut des letzten Abends vertrieben wir erfolgreich mit Kaltgetränken, dem Austausch von Fotos und der Vorfreude auf den letzten Vormittag der Fahrt, den der größte Teil der Gruppe am Warnemünder Ostseestrand bei freundlicher Sonne und mit dezenten Hautrötungen hier und da verbrachte. Nach der Ankunft an der heimatlichen Steganlage führten Abladen und Aufriggern unser harmonisches Team noch einmal zu geschäftigem Tun zusammen. In einer Abschlussrunde erhielt das umsichtige Organisationsteam Ralf und Franziska die wohlverdiente Ovation, und nur eine drängende Frage blieb vorerst offen: Wann treffen wir uns zur nächsten Wanderfahrt?

Die Bilder sind in der neuen Clubzeitung einzusehen!

Imke Viemann

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