Hannoverscher Ruder-Club von 1880 e.V. StartseiteStartseite
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Die Entstehung unseres Clubs

Ruderabteilung (namensgleich mit dem Gesamtclub)


Am 16. Mai im Jahre 1880 wurde der Hannoversche Ruder-Club Bahnfrei von jungen Kaufleuten gegründet, die im privaten Britania Rowing Club, der bereits in Hannover etabliert war, das Rudern erlernt hatten. Der Ruderclub wurde damit als einer der ersten Rudervereine in Deutschland gegründet. Kurze Zeit später entfiel der Namenszusatz "Bahnfrei", und seitdem trägt unser Club den Namen Hannoverscher Ruder-Club von 1880.

Die Wurzeln des Rudersports liegen in England, wo die heute praktizierten Bewegungsabläufe von den Berufsschiffern auf der Themse entwickelt wurden. In England war der Rudersport zu dieser Zeit schon zu Ansehen gelangt und wie viele andere Sportarten (z.B. Hockey und Tennis) vor der Jahrhundertwende zu uns auf das Festland gekommen. Der Rudersport ist seit der Etablierung in Deutschland eine sehr elitäre und traditionsbewusste Sportart. Dieses zeichnete sich z.B. durch die Trennung der Rudervereine nach Berufsständen und nach Geschlechtern aus. Noch heute gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Rudervereinen, in denen der Sport nur von Frauen oder von Männern ausgeführt wird.

Der Hannoversche Ruder-Club von 1880 ist als reiner Männerruderverein gegründet worden, in dem nur Mitglied werden konnte, wer seinen Lebensunterhalt "nicht mit der Hände Arbeit" verdiente. Jedes neue Mitglied musste drei Bürgen im Club nachweisen, die eine standesgemäße Lebensführung des Antragstellers zu attestieren hatten und eine Aufnahme befürworten mussten.

Erst seit 1969 sind auch Frauen offiziell im Bootshaus willkommen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der 1928 aus den Vereinen Tanzclub Savoy und Tanzclub Gelb-Weiß hervorgegangene Blau-Gold-Club als Tanzsportabteilung in den HRC integriert. Gründungen einer Frauen- und Kinderruderriege folgten schnell. Auch hat sich die Aufrechterhaltung des akademischen Anspruches an die Mitglieder seit dieser Zeit nicht mehr aufrecht erhalten lassen und wäre wohl auch ohne diese Wandlung nicht mehr zeitgemäß gewesen.

Das Bootshaus des Hannoverschen RC, das aus vier großen Bootshallen und dem darüber liegenden Tanzsaal und Gaststätte besteht, befindet sich am Westufer des Maschsees in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Das heutige Gebäude ist das sechste in der Geschichte des Clubs. Nach zwei Provisorien wurde im Jahr 1886 erstmals ein Neubau an der Ihme bezogen. Dieser wurde mehrfach erweitert, auch ein Tennisplatz und ein Ruderbecken gehörten zur Anlage. Zur NS-Zeit sollte in Hannover ein Aufmarschgelände geschaffen werden, der heutige Schützenplatz. Dazu wurde der Lauf der Ihme begradigt und das Bootshaus an der Ohestraße hätte auf dem Trockenen gestanden. Es wurde über eine Fusion mit anderen Rudervereinen nachgedacht, doch dann bot sich ein Umzug an den neu geschaffenen Maschsee an. So bezog der Ruderclub im Jahr 1936 sein neues Bootshaus am See. Nach der völligen Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude nach den alten Plänen wieder aufgebaut und seitdem mehrmals erweitert, bis es schließlich sein heutiges Aussehen erlangte.



Tanzsportabteilung (Blau-Gold-Club)


Der Blau-Gold-Club feierte 2008 sein 80-jähriges Jubiläum und kann somit auf eine lange, erfolgreiche Zeit zurück blicken. Unter Leitung des damaligen Chefs der Kinderheilanstalt, Herrn Prof. Dr. Meyer, wurde der Blau-Gold-Club 1928 durch Fusion des Tanzclubs Savoy und des Tanzclubs Gelb-Weiß gegründet. Die Freude dauerte aber nicht lange, denn bereits 1933 wurden Tanzsportvereine verboten. Die Kontakte blieben jedoch bestehen und man traf sich heimlich.

Nach dem Krieg im Jahre 1946 lebte der Blau-Gold-Club wieder richtig auf. Unter Senator Lehnhoff und dem Schriftführer Herbort – später Geschäftsführer des DTVs – bekam der Blau-Gold-Club ein neues sportlich ausgerichtetes Profil. Im Jahre 1946 wurde der IPG (Interessenverband deutscher Clubs zur Pflege des Gesellschaftstanzes) gegründet, Vorsitzender wurde Blau-Gold-Mitglied Fritz Löwe. Zwei Jahre später übernahm Konsul Köster die Führung unseres Vereins, und mit unserem Leistungssport ging es steil bergauf. Bei der Deutschen Meisterschaft 1949 waren sage und schreibe 4 Blau-Gold-Paare im Finale - ein Ergebnis ohne Beispiel. Der Blau-Gold-Club bestimmte das sportliche Geschehen im DTV.

Auch in den 60-ziger Jahren gab es viele Erfolge. Vorsitzender war von 1961 bis 1971 Fritz Bergner, der an der 1969 durchgeführten Fusion des Hannoverschen Ruder-Clubs von 1880 mit dem Blau-Gold-Club maßgeblich beteiligt war. Eine sinnvolle Entscheidung! Im Jahr 1971 übernahm Rolf Schiering den Blau-Gold-Vorsitz und gab es dann 1981 an Horst Paland weiter. Der Leistungssport explodierte im Standard- und auch im Lateinbereich. Von 1970 bis 2009 standen 14 Paare im Finale von Deutschen Meisterschaften oder Deutschland-Pokalen. Blau-Gold-Paare errangen 36-mal den Landesmeistertitel. Aber auch der Bereich Gesellschaftstanz und Breitensport fand immer mehr begeisterten Zuspruch.

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